Die Geschichte der Tapete: Die Panoramatapete - 4MURS
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Panoramatapete Beispiel
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Die Geschichte der Tapete: Die Panoramatapete

Die zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstandene Panoramatapete ermöglichte es, ein durchgehendes Fresko zu schaffen, das buchstäblich in ein anderes Universum versetzt.

Die Panoramatapete: Das Nonplusultra der Veredelung

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entfalteten sich die Panoramatapeten an den Wänden. Während sie eine lange Tradition fortsetzten - seit dem Mittelalter schmückten Tapisserien, riesige Leinwände oder bemalte Holzarbeiten bereits die Zeremonienräume reicher Residenzen, gehörten diese monumentalen Tapetenfresken der Zeit an, in der das aufkommende wohlhabende Bürgertum ein neues Modell der Innenarchitektur mit Empfangsbereichen übernahm.
Panoramatapeten in einem Schloss
Salon von Luise Karoline von Hochberg im Schloss Schwetzingen, mit „Vues de Suisse“ und „Trépied grec“ aus der Manufaktur Jean Zuber & Cie
Bildnachweis: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ursula Wetzel

Malerische Landschaften

Exotische Landschaften oder traditionelle europäische Panoramen, Szenen romantischer und militärischer Kämpfe, berühmte oder imaginäre Stätten, Mythologie, aristokratische Freizeitaktivitäten (Jagd, Spaziergänge auf dem Land, …) schafften Illusionen und luden dazu ein, diese umhüllenden Welten zu entdecken.
Mitte des 19. Jahrhunderts zeigte sich in diesen Kompositionen die wachsende Begeisterung für neue Transportmittel (wie der Dampfer z.B.), die das Reisen in die Ferne erleichterten, wie einige Modelle im Musée du Papier Peint von Rixheim im Elsass zeigen.
Les Sauvages de la mer Pacifique
„Les Sauvages de la mer Pacifique“: Panoramatapete von Jean-Gabriel Charvet entworfen, Manufaktur Joseph Dufour & Cie, 1804.

Ein französisches Kulturerbe erobert die Welt

Ausschließlich in Frankreich (in Paris, Lyon und Rixheim im Elsass) hergestellt, zeigten Panoramatapeten ein einzigartiges Know-how und technisches Können: Diese Fresken konnten bis zu 32 Bahnen umfassen und erforderten die Gravur von mehreren Tausend Platten.
Tatsächlich waren sie so konzipiert, dass sie alle Wände eines Raumes abdeckten, wobei die erste und letzte Tapetenbahnen eine Schleife bildeten, während sie sich an die Höhe unter der Decke und die Schnitte von Fenstern, Kaminen, Türen, usw., anpassten.
Diplomatic Reception Room im Weißen Haus
Diplomatic Reception Room im Weißen Haus, Washington, D.C., Vereinigte Staaten, mit „Scènes d'Amériques du Nord“ von Jean-Julien Deltil, Manufaktur Jean Zuber & Cie.
Bildnachweis: White House Historical Association
Die bahnbrechenden Manufakturen Dufour und Zuber waren am berühmtesten und zählten unzähligen Panoramatapeten zu ihren Kreationen, die auch heute noch weithin in Europa und den Vereinigten Staaten sichtbar sind. Die Inhaber verpflichteten talentierte Künstler wie Pierre-Antoine Mongin, Jean-Julien Deltil und Jean-Gabriel Charvet, die malerische Qualität und Anpassungsfähigkeit an die Tapetendrucktechniken vorwiesen.
Nennenswert sind auch die Manufakturen Desfossé und Délicourt, die die Kunst der Panoramatapeten über die Mitte des 19. Jahrhunderts hinaus, als die Nachfrage sank, fortzusetzen wussten.

Die Entwicklung der Panoramatapete

Bärenjagd
„La chasse à l'ours“, rechter Teil der „Grandes chasses“ mit Bordüren und mit Jagdtrophäen verzierten Pilastern, von Antoine Dury entworfen, Manufaktur Délicourt.
Bildnachweis: Musée d'Orsay / Rmn
In den 1850er Jahren ging der Kreation der Dampf aus. Den Manufakturen war es nämlich nicht gelungen, Innovationen in die vorgeschlagenen Szenen einzuarbeiten und druckten viele ihrer früheren Ausgaben.
Dennoch sind folgende der später gedruckten Panoramatapeten bemerkenswert: „Isola Bella“ (Zuber & Cie, 1849), „L'Éden“ (Desfossé, 1861) und „Le Brésil“ (Desfossé, 1863), die sich durch ihre Konzentration auf die Natur und das Verschwinden menschlicher Szenen auszeichnen.
„Les grandes chasses“ (Délicourt, 1851), bestehend aus voneinander unabhängigen Szenen, läutete die Einführung von Wandschmuck in Form von Gemäldeabfolgen ein.
So blieb die Panoramatapete erhalten, verlor aber an Größe und Bedeutung mit der Produktion von weit bescheidenere Formaten. Und das aus gutem Grund, denn die Ansammlung von Möbeln und Schmuckstücken im Innenbereich ließ weniger Raum für den Wandschmuck im Trompe-l'Œil-Stil.

Die Fototapete als Nachfolgerin der Panoramatapete

Nach einer langen Pause taucht die Panoramatapete im 21. Jahrhundert dank des Digitaldrucks wieder auf, denn dieser ermöglicht es nun, spektakuläre, hochwertige Kreationen auf Vliestapeten zu erschwinglichen Preisen herzustellen.
Auch wenn großformatige Reproduktionen von Fotografien grandioser Naturschauplätzen eine der Berufungen ihrer Vorfahrin (nämlich die Flucht aus dem eigenen Inneren) aufgreifen, so werden die heutigen Kreationen von Künstler und Designern den weit anspruchsvolleren Feinsinnigkeiten und Erwartungen gerecht.
Fototapete L-Größe VAN GOGH TREE 186 x 270 cm
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